Wie kann die Hirnforschung PädagogInnen helfen?
Begegnung mit der Neurowissenschaft in HollabrunnAm 16. und 17. Jänner 2012 fand an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Hollabrunn das erste Seminar innerhalb des Weiterbildungsprogramms für NachbarsprachenlehrerInnen statt. Gleich in der Früh ging es los mit der Präsentation der neuesten Forschungsergebnisse aus der Neurobiologie im Bezug auf den Fremdsprachenerwerb.
Frau Dr. Manuela Macedonia vom Max Planck Institut Leipzig teilte uns die wichtigsten Begriffe mit, wie z. B. „Synapsen“, „Neurotransmitter“ oder „Axon“. Dem Vortrag folgten praktische Übungen, in welchen die beteiligten LehrerInnen in der Form von Gruppenarbeit Übungen und Aktivitäten entwickelten, wobei sie die bewiesenen Tatsachen, wie z. B. „die Vernetzung von einzelnen Gehirnzonen“, berücksichtigen mussten.
Eine Einführung ins Japanische wandelte alle Beteiligten in Versuchpersonen um und zeigte, wie das sensomotorische Lernen funktioniert. Man stellte sich zu erst im Kreis auf. Wortverbindungen und kurze Sätze wurden von Frau Dr. Macedonia laut ausgesprochen und mit speziellen Bewegungen oder mithilfe von Gesten dargestellt. Was gehört wurde, wurde anschließend sowohl in der Lautform so auch in der Bewegung nachgeahmt. So entstand die direkte Verbindung zwischen der Lautform und der Bedeutung, welche durch sogenannte „VMIs“ (symbolische Gesten) veranschaulicht wurden.
Das Abendprogramm bildete eine Videoprojektion eines kurzen Filmprojekts, in dem Kinder mit Migrantenhintergrund Musik mit Sprache verbanden. Gespräche über die Forschungsmethodik, Drogen- und Alkoholwirkung sowie Erzählungen aus dem Schultag machten aus den zwei Tagen eine spannende Begegnung mit der Neurowissenschaft. Impressionen



